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Diktator für 100 Tage - Spannung und Humor schließen sich nicht aus

Nicht alle Tage wird man auf eine Dienstreise nach Jamaika geschickt. Alexander Eyser-Dreik ist das so passiert, und er hat sich dafür den Neid seiner Kollegen zugezogen. Voreilig, wie sich zeigte. Denn kurz nach seinem Eintreffen in Kingston flog ihm im Taxi das nahe gelegene Hotel um die Ohren - ein Bombenanschlag, der Auftakt war für tagelange Krawalle und drei aufeinander folgende Premierminister, die jeweils ein unschönes Ende fanden.

Eigentlich wäre es Zeit gewesen, sich aus dem Staub zu machen, in der deutschen Botschaft die Füße hoch zu legen und die Evakuierung abzuwarten. Aber das Schicksal hatte anderes mit Alexander im Sinn. Leicht angeheitert machte er in der geplünderten Hotelbar die Bekanntschaft eines gute vernetzten Fremden, der ihn kurzerhand mitnahm - in das Jamaica House und in eine gefährliche Lage, auf die den deutschen Ingenieur nichts in seinem Leben vorbereitet hatte.

Er hat sich dennoch eine Weil lang ganz gut geschlagen, unser Alex. Ich hatte nach seiner Wiederkehr die Ehre, seine Erlebnisse niederzuschreiben, und zwar in Form eines satirisch/parodistischen Thriller. "Diktator für 100 Tage" ist jetzt erschienen, und ich bin stolz, eine Leseprobe präsentieren zu können.

Wer mein Autorenportrait gelesen hat weiß, dass ich bisher hauptsächlich Fantasy veröffentlicht habe, sowie High-Tech Pressetexte im täglichen Berufsleben. Warum also der Wechsel zu einem satirischen Thriller? Nun, zum einen war schon "Kopfloser, Herzlose" ein durchaus humorvolles Buch (sagen zumindest die Rezensenten). Zum anderen schreibe ich gerne, und lasse mich nicht gerne an Genres fesseln. Zum dritten ist Alex' Story einfach zu stark, als dass ich anders gekonnt hätte als sie zu schildern.

Also: ein Thriller von Michael Erle. Ich hoffe, dass er auch meinen Fantasy-Fans gut gefallen wird.

Rezensionen - zu viel Hamster oder zu viel Flucherei?

Mittlerweile haben sich doch ein paar Rezensionen zu "Schwert und Schelm", "Kopfloser, Herzlose" und "Masken über Masken" angesammelt. Ganz aktuell die des Fandomobserver (die mich entsprechend stolz macht.) Sie ist hier nachzulesen. Mein Lieblingsspruch? "Eventuell wird ein bisschen zu viel geflucht." Aber sonst ist Rezensent Bern Meyer ganz zufrieden. "Zusammengefasst bieten die drei Bände eine Menge heiteren Lesespaß." Das hatte ich gehofft.

Die Literaturfee ist die nächste in der Reihe. Sie hat sich mit "Schwert und Schelm" und "Kopfloser, Herzlose" auseinandergesetzt, aber erhebliche Probleme mit dem Charakter Odysuffel gehabt. Ein Hamster kann schon mal irritieren, schätze ich. Ich bin gespannt, ob ihr "Masken über Masken" diesbezüglich besser gefällt. Der Nager hat ja dort nur eine minimale Funktion und keinen Sprechpart.

Schließlich hat auch der Fantasyguide mich auf dem Radar, und ist mit den ersten beiden Bänden ebenfalls recht zufrieden. Vor allem Schwert und Schelm hat es ihm angetan. "Ein unheimlich erfrischendes Buch voller sprachlichem Witz. Sehr empfehlenswert." Danke für die Blumen.

Nun die schlechte Nachricht. Bis dato (Juni 2012) hat sich noch niemand auf Amazon befleißigt gefühlt, die Werke zu bewerten. Kommt schon, Leute. Ich weiß zwar nicht, wer ihr seid, aber ein paar von euch gibt es ja durchaus. Nur Mut! Ich verspreche im Gegenzug eine Erwähnung in diesem Blog, gerne auch verbunden mit einer Empfehlung - wenn ich es mit meinem Stil und Gewissen vertreten kann (und eine andere Empfehlung will ja auch keiner haben, was?)